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Hund draußen im hohen Gras

Flöhe bei Hunden - Katzenflöhe - Flöhe im Winter

31.01.2025

Flöhe bedrohen Hunde und Katzen auch im Winter, denn sie finden leichter Zugang ins Zuhause. Ein Befall verursacht Juckreiz, Allergien und Krankheiten. Frühes Erkennen, gemeinsame Behandlung von Tier und Umgebung sowie vorbeugende Mittel schützen wirksam – für ein ruhiges, flohfreies Zuhause in der kalten Jahreszeit.

Inhalt - Alles im Überblick
  1. Katzenflöhe und Flöhe bei Hunden im Winter
  2. Wichtige Hinweise zu Katzenflöhen und Flöhen bei Hunden
  3. Woran kann ein Flohbefall bei Hunden und Katzen erkannt werden?
  4. Mittel gegen Flöhe bei Katzen und Hunden
  5. Vorsorgemaßnahmen gegen Flöhe und Krankheiten

Katzenflöhe und Flöhe bei Hunden im Winter

Flöhe haben im Winter leichtes Spiel bei Hunden und Katzen. Die Objekte ihrer Begierde – sprich Hund und Katze – kommen in regelmäßigen Abständen brav an ihre Schlafplätze zurück. So trifft man sich leichter.

Im Sommer hingegen treiben sich die lebenden Futterquellen der Blutsauger oft stundenlang im Freien herum. Ärgerlich für den Floh!

Wichtige Hinweise zu Katzenflöhen und Flöhen bei Hunden

Ein Bericht von Dr. Tina Hölscher, Tierärztin bei aktion tier

Für Tierhalter und Tierhalterinnen heißt es vor allem in der kalten Jahreszeit aufgepasst: Aufmerksam sollten sie beobachten, ob sich sein Vierbeiner vermehrt kratzt. Denn sind Hundeflöhe und Katzenflöhe erst einmal Zuhause eingezogen, wird man sie nur mit Mühe wieder los. Und sich einen Floh einzufangen, ist ein Leichtes. Das kommt leider im reinlichsten Haushalt vor.

Dabei ist wichtig zu wissen:

  • Katzenflöhe und Flöhe bei Hunden sind nicht nur lästig, sondern tatsächlich gefährlich.
  • Sie sind in der Lage, Bandwürmer und Krankheiten zu übertragen.
  • Daher muss nach jeder erfolgreichen Flohbekämpfung stets eine Entwurmung folgen.
  • Außerdem neigen immer mehr Haustiere zu ausgeprägten Flohstichallergien, die nur mit stark wirksamen Medikamenten in den Griff zu bekommen sind.
Streunender Kater kratzt sich.
Streunerkatzen tragen oftmals Parasiten auf dem Fell.

Woran kann ein Flohbefall bei Hunden und Katzen erkannt werden?

Da es viele Gründe geben kann, warum Katzen oder Hunde unter starkem Juckreiz leiden, ist es wichtig zunächst zu klären, ob tatsächlich ein Flohbefall vorliegt. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten.

  • Zum einen können Menschen mit scharfem Blick die Flöhe mit bloßem Auge als kleine, schwarze Krümel oder hüpfende Punkte erkennen. Dies gelingt in der Regel aber nur bei massivem Befall.
  • Zum anderen hinterlassen Flöhe Spuren. Flohkot findet man vorzugsweise unter den Achseln, im Bauchbereich und zwischen den Hinterbeinen des befallenen Tieres. Bei Flohkot handelt es sich um kleine braune Krümel, leicht zu verwechseln mit Dreck aus Feld und Wald.
  • Um den Flohkot von Schmutz zu unterscheiden, gibt man die Brösel in ein feuchtes Taschentuch und drückt dieses zusammen. Bildet sich um die Krümelchen ein rötlich, brauner Saum, befindet sich tatsächlich Flohkot im Tuch. Die Verfärbung am Rand der Partikel kommt durch Blutreste in den Ausscheidungen der Parasiten zustande.
  • Außerdem gehen Katzen- und Hundeflöhe auf Menschen. Der beobachtet dann meist einige rote, stark juckende Pünktchen an den eigenen Beinen oder Unterarmen.
  • Doch Menschen haben Glück. Sie sind als Fehlwirt nur eine Zwischenstation für den Floh. Merkt der, dass er hier falsch ist, verabschiedet er sich auch schnell wieder.
Flöhe auf dichtem Hundefell.
Flöhe können auch aus dichtem Fell herausgekämmt werden, das alleine reicht aber nicht aus.

Mittel gegen Flöhe bei Katzen und Hunden

Ist der Beweis für den Befall von Tierflöhen erst erbracht, muss zum Angriff geblasen werden und zwar an allen Fronten. Damit sind vornehmlich zwei Einheiten gemeint. Zum einen das unter dem Parasiten leidende Tier, zum anderen die Umgebung, in der sich der Vierbeiner aufhält.

Um Hunde- und Katzenflöhe zu bekämpfen, ist auf Folgendes zu achten:

  • Shampoos und Puder aus dem Zoofachhandel als einzige Behandlungsmethode reichen weder für den Vierbeiner noch für dessen Lebensraum aus.
  • Chemische Mittel wie ein Spot-on Abhilfe. Es handelt sich dabei um Präparate, die auf die Haut aufgeträufelt und über diese in den Tierkörper aufgenommen werden. Der Wirkstoff tötet den Floh nach der Blutmahlzeit ab. Sie sind nur über den Tierarzt oder in Apotheken erhältlich.
  • Flohhalsbänder für Katzen und Hunde wirken ähnlich wie eine Spot-on-Behandlung, das Mittel wird über die Haut des Hundes oder der Katze auf den gesamten Tierkörper verteilt.
  • Zudem steht zwingend eine Reinigung der gesamten Wohnung an, in dem sich Hund oder Katze aufhalten.
    (Da Flöhe unzählige Eier legen, lebt nur ein Zwanzigstel der gesamten Flohpopulation auf dem Tier, der Rest lebt auf Polstern, Teppichen und Betten)
  • Alles Waschbare gehört bei mindestens 60°C in die Waschmaschine.
  • Alle Sofaritzen und Ecken müssen mit einem Staubsauger abgesaugt werden. Nach jedem Saugen ist es ratsam, die Beutel zu entleeren. Ansonsten kann sich der Floh dort weiter entwickeln.
  • Zusätzlich können Vernebler, so genannte „Fogger“, und Sprays mit Insektiziden zum Einsatz kommen. Dabei sollte auf Umweltverträglichkeit und die Anwesenheit von Kindern geachtet werden.

Also heißt es, insgesamt wachsam sein. Je früher man Flohbefall bekämpft, desto leichter stellt sich der Erfolg ein. Denn bei aller Tierliebe – wer mag schon seinen Haushalt mit diesen Kleinstbewohnern teilen?

Quelle: aktion tier - menschen für tiere e.V.
Quelle Bild:© chalabala - Fotolia.com; © Mushy - Fotolia.com

Vorsorgemaßnahmen gegen Flöhe und Krankheiten

Chemische Mittel und Flohhalsbänder zeigen eine lang anhaltende Wirkung gegen Hunde- und Katzenflöhe. In der Regel wirken Spot-ons 4 - 5 Wochen. Flohhalsbänder können sogar mehrere Monate effektiv gegen Tierflöhe wirken. Besonders im Winter ist es ratsam, vorsorglich einen Spot-on zu setzen oder ein Flohhalsband anzulegen, wenn sich Katze oder Hund nicht durchgehend im Haus befinden. Nicht nur der Schutz vor Parasiten ist wichtig, auch die Übertragung von Krankheiten gilt es zu verhindern. Krankheiten, die bei schweren Verläufen das Leben des Tieres stark beeinträchtigen oder sogar zum Tod führen können. Jeder Moment mit dem geliebten Tier ist kostbar. Wer rechtzeitig schützt, erhält die Lebensqualität seines Tieres – und die Freude an jedem gemeinsamen Tag.

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